El Paso
Stadtführung und Fahrradladen

Um 04:00 Uhr in der Früh gings los.
Stark bewölkt, aber trocken, gut zu fahrender Seitenstreifen auf der I 10 und ein bischen Wind von hinten. Jedoch waren es nur 16 Grad. Wintersocken, 2 Jerseys, Armlinge, Beinlinge, Regenhose, Regenjacke. So gings einigermaßen. Die Steigungen hoch schwitzen und hinunter frieren. Toll. In Sierra Blanca erster Zwischenstopp für mexikanisches Frühstück. Das war ein bischen scharf. aber sehr gut. Da die nächsten 100 km nicht viel zu Erwarten war, bestellte ich das Mittagessen gleich hinterher. Meine Auswahl Steak mit Rührei und Kartoffeln. war in Bezug auf das Fleisch sehr schlecht. Aber was solls, die Kalorien tun mir gut. In Van Horn konnte ich mich leider nicht wie gewohnt eindecken.
Weiter gings und stellenweise zog sich die Wolkendecke auf. Landschaftlich gefiel mir das sehr gut. Das hatte heute richtig Spass gemacht.
(sorry, ich sitze auf einer Bank an der Straße in Mesa und ein Motorrad fährt vorbei. Der Fahrer hatte keinen Helm auf, sondern eine Totenkopfmaske. Wie gruselig. El Paso ist eine quirlige Stadt.)
Auf der I20 alles ok; als ich jedoch El Paso näher kam, änderte sich der Verkehr schlagartig. El Paso bricht alle Geschwindigkeitsrekorde, Die fahren wie die Verrückten um die Wette und überholen auch auf meinem, sonst so sicheren Seitenstreifen. Absolut cracy.
Zum Fahrradladen sind es nur noch 3 km. Das müsste doch klappen. Auweia, 200 m vor mir steht ein Auto auf dem Seitenstreifen, da komme ich bei dem Verkehr nie vorbei. Ein Mann steht vor dem Auto und winkt mir zu. Ich halte an. Er sagte „Hallo, ich bin Jaime und ich habe dich mit dem Fahrrad gesehen und dachte mir, dass ist viel zu gefährlich. Ich fahre auch Fahrrad, aber ich würde hier nie fahren wollen. Ich sagte „Auf den anderen Strassen ist es genauso gefährlich, ohne Seitenstreifen und ich habe mein Ziel gleich erreicht. Der Fahrradladen -bicycle Company- in 3800 N Mesa.“
Jaime erwiderte „Da vorne kommt eine große Autobahnverzweigung ohne Seitenstreifen. Wir legen das Fahrrad aud den Pickup und ich zeige dir El Paso und bringe dich zu dem Fahrradladen. Übrigens mein Nachname ist Kühnel und mein Vater kommt aus Deutschland“
„Ach wirklich? Ich komme auch aus Deutschland“. Das Eis war gebrochen und geschmolzen. Wir wuchteten das Biest auf seinen Pickup mit Dach. Als wir weiterfuhren verstand ich was er meinte. Die Strecke wäre verdammt gefährlich geworden.
Jaime zeigte mir die Grenzübergänge und Sicherungen nach Mexiko und fuhr mit mir durch El Paso, nebenbei unterhielten wir uns und verstanden uns prächtig. Anschließend gings zum Fahrradladen, wo er alle beim Namen kannte und ich einen Discount bekam. Auch bei -The bicycle Company-, lauter nette Leute, die mir bei meinem Problem mit den Reifen halfen. Super Laden, echt toll.
Jaime zeigte mir den Weg zu einem Motel in der Nähe. Als wir uns herzlich verabschiedeten, fragte er mich, ob ich Lust hätte mit einer Gruppe Radfahrer nach Las Cruces zu fahren. Ich sagte, das wäre super, da muss ich auch hin. Ok, 06:00 Uhr, Treffpunkt am Hotel.
Ich muss zwar früh raus, aber auf die gemeinsame Fahrt freue ich mich ungemein. Manchmal beschert einen das Leben die tollsten Erlebnisse, man muss sie nur annehmen.
Und ich gehe jetzt was essen.
Hasta manana
g

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Soko Leipzig und ein ganzes Hähnchen
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